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Knochenbrüche bei älteren Menschen

Gerade bei älteren Menschen brechen die Knochen leichter und häufig kommt dann noch eine lange Liegezeit hinzu. Doch genau hier liegt die größte Gefahr. Durch das ruhige Liegen können noch weitaus mehr Krankheiten entstehen, die es zu verhindern gilt.

Stürze bei älteren Menschen sind gefährlich

Dabei sind der Sturz und der Knochenbruch noch nicht so gefährlich, vielmehr folgt dann häufig eine lange Liegenzeit im Krankenbett. Doch genau hier liegt die größte Gefahr, was durch die richtigen Maßnahmen zu verhindern gilt. Genau aus diesem Grund wollen Unfallchirurgen mit Altersmedizinern enger zusammenarbeiten. Denn fast jeder vierte schwere Sturz erleiden Menschen die älter als 60 Jahre sind. Gena hier liegt dann auch die größte Gefahr, was die Folgeerkrankungen betrifft. Daher wollen die Mediziner zusammenarbeiten, um genau diese Erkrankungen zu verhindern. Das bekannteste Beispiel dafür ist der Produzent Wolfgang Rademann, der auf seiner Treppe zu Hause gestürzt war. Dabei brach der sich einen Wirbel direkt über dem Steißbein, was dann eine lange Reha nötig machte. Dabei hätte der Produzent nicht sterben müssen, vielmehr könnten hier Folgeerkrankungen durch die lange Liegezeit die Ursache gewesen sein. Denn ab einem gewissen Alter ist das Risiko zu stürzen sehr hoch. Dabei zählen gerade Stürze bei Menschen die über siebzig Jahre sind, zu den häufigsten Unfällen überhaupt. Oftmals führ ein Schwindelgefühl zu einem Sturz. Verursacht wird der Schwindel durch Herzrhythmus- oder Durchblutungsstörungen. Da kann dazu führen, dass jemand stolpert und dann hinfällt. Eine weitere Ursache hierfür ist Demenz, wo sich die Menschen in ihrer Umgebung nicht mehr auskennen. Das kann nicht nur zu blauen Flecken führen, sondern viel häufiger zu Knochenbrüchen.

Knochen heilen im Alter viel schlechter

Genau das ist hier auch das große Problem, denn die Heilung dauert sehr viel länger, als das bei jüngeren Menschen der Fall ist. Die Folge ist häufig eine sehr lange Liegezeit, die manche Patienten dann auch schon in eine Depression stürzen kann. Doch noch viel schlimmer als eine Depression sind, wenn dann eine Thrombose oder sogar eine Lungenentzündung hinzukommen. Genau das gilt es zu verhindern, was natürlich wiederum Bewegung voraussetzt. Allerdings wird diese Bewegung gerade bei älteren Menschen nicht eingehalten, womit dann sogar diese Patienten sterben können. Zusätzlich kommen dann noch Vorerkrankungen erschwerend hinzu, denn einige dieser Erkrankungen können sich durch das lange Liegen noch verschlimmern. Ein weiterer wichtiger Punkt ist, dass durch die lange Liegezeit auch noch die Muskeln schwinden. Dies kann dann die Genesung zusätzlich verzögern, denn nach dem Knochenbruch muss natürlich wieder Muskelmasse aufgebaut werden. Genau aus diesen Gründen ist es wo wichtig, das Unfall- und Altersmedizinger eng zusammenarbeiten. So können diese Folgen gleich bedacht und verhindert werden. Daher müssen auch wichtige Fragen gestellt werden. Dazu gehört natürlich die Frage, ob es Vorerkrankungen gibt. Genauso muss geklärt werden, ob eine Hilfe die regelmäßig kommt, schon vor dem Aufenthalt in der Klinik vorhanden war. Ebenso sollte nachgefragt werden, ob diese Hilfe in den letzten 24 Stunden notwendig war. Natürlich muss nachgefragt werden, ob jemand sehr schlecht sieht und eine Brille benötigt. Denn genau das kann ebenfalls zu größeren Problemen führen. Ganz wichtig ist auch die Frage, ob jemand Medikamente täglich benötigt und ob Probleme mit dem Gedächtnis vorliegen. Nur wenn der Arzt gezielt diese Fragen stellt, kann der Patient auch in hohem Alter richtige behandelt werden. Lange Liegezeiten sollten auf jeden Fall immer vermieden werden.